Vellmar - Obervellmar

Das 600 Jahre alte Gotteshaus ist Mittelpunkt des Stadtteils Obervellmar

Bereits auf sehr alten Plänen der Gemeinde Obervellmar ist zu erkennen, dass die Kirche immer Mittelpunkt des Dorfes war. Auf einer kleinen Anhöhe ist der Sakralbau inmitten alter Fachwerkhäuser eingezeichnet. Die Fachwerkhäuser sind heute größtenteils verschwunden, lediglich die Kirche hat die Jahrhunderte überdauert.

Die Kirche wurde im spätgotischen Stil errichtet, wie es vom Hochmittelalter bis ins 16. Jahrhundert im ländlichen Raum der Region üblich war und noch heute in vielen Gemeinden anzutreffen ist.  Das exakte Alter des Gotteshauses lässt sich nicht mit Sicherheit bestimmen, doch gibt es eindeutige Hinweise auf die Entstehungszeit in der Spätgotik. Der über 25 Meter hohe Turm ist überwiegend aus Bruchsteinen errichtet und hat 1,50 Meter dicke Wände. Auf der Spitze der achteckigen, Schiefer gedeckten Turmhaube befindet sich eine Wetterfahne mit der Jahreszahl 1864. Vor allem in der fehdereichen Zeit des 14. und 15. Jahrhunderts dürfte der Turm auch Zufluchtsstätte der Einwohner gewesen sein. Die heute im Innenbereich sehr spartanisch anmutende Kirche war bis zur Reformation katholisch. Davon zeugen heute noch die alten Bronzeglocken, die über eine 54-stufige Holztreppe im oberen Teil des Turmes zu erreichen sind. Die älteste stammt aus 1440 und zählt zu den ältesten des Landkreises. Aus den Inschriften ist erkennbar, dass

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