Unfall im Bahnhof Obervellmar

191 Tonnen an den Haken – 2 Züge kollidieren – 2 Mio Euro Schaden

Vellmar. Am 01.11.2006 um 2.49 Uhr war es mit der Nachtruhe in Obervellmar vorbei. Ein Knall, „lauter als bei einem Gewitter und ein Blitz“, schreckten Otto Schuchardt aus dem Schlaf. Der Vellmarer wohnt oberhalb der Schienen im Bereich des Bahnhofs Obervellmar. Dort sind gerade ein Güterzug und ein Bauzug der Bahn AG frontal zusammengestoßen. Das bekam Schuchardt allerdings nicht mit. Nach dem Knall sei ihm nichts Außergewöhnliches aufgefallen, nur Bauarbeiter, die wie üblich Alarmsignale abgaben. Irgendwann sei es sehr hell geworden, sagt der Senior, der sich wieder schlafen legte.

Hell wurde es an der Unfallstelle durch Strahler der Freiwilligen Feuerwehr Vellmar. Acht Minuten nach dem Unfall sind die ersten Helfer vor Ort. Denen bietet sich ein erschreckendes Bild. Die blaue Dieselrangierlok des Bauzugs ragt schräg in die Luft. Das 14 Meter lange und 68 Tonnen schwere Fahrzeug wurde durch die Wucht des Aufpralls über 30 Meter zurückgeschleudert und landete auf einem Güterwagen, beladen mit alten Bahnschwellen. Drei dieser Wagen hatte die Rangierlok gezogen. Teile von zerstörten Beton-schwellen liegen über den Unglücksort verstreut.

Auch die knapp 20 Meter lange und 123 Tonnen schwere E-Lok des Güterzuges ist entgleist. Die Front ist stark eingedrückt, der Aufbau aus Stahl an zwei Stellen eingeknickt. Der 53-jährige Zugführer aus Stellbrück (Nordrhein-Westfalen) wird  von den Vellmarer Wehrmänner  schwer verletzt aus  seinem Führer-

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